Repertoire

Die Spinne im Netz

Musik aus Nürnberger Drucken des 16. Jahrhunderts
Julian Podger (Tenor), Renaissancelaute, Gambentrio

Musik aus Nürnberger Drucken
Nürnberg ist im 16.Jahrhundert als lebendige Handelsstadt durch Handelsstraßen mit ganz Europa vernetzt, gleich einer Spinne im Netz. Es brodeln im Topf der intellektuellen Geister revolutionäre, reformatorische Ideen. Der Künstler Albrecht Dürer schafft Meisterwerke der abendländischen Kunst, die technischen Fähigkeiten der Nürnberger Handwerker werden weithin gerühmt. Malerei, Bildhauerei, Handwerk- und Kunsthandwerk, Kartographie, Geographie und Astronomie, Buchdruck und Geschichtsdarstellung, humanistische Gelehrsamkeit und Poesie – die Stadt blüht.

Der internationale Austausch von Gütern und Wissen, Handwerker mit hervorragenden technischen Fähigkeiten und ein interessiertes und gebildetes Bürgertum: In Nürnberg finden sich die idealen Voraussetzungen für den ersten Musikdruck! Die Drucker experimentieren mit neu entwickelten Drucktechniken und sammeln internationales musikalisches Repertoire, um es in kleinen Auflagen in erlesener Qualität zu drucken.

In den musikalischen Sammlungen findet sich gestandenes Frankoflämisches neben französischen Chansons und italienischen Madrigalen wieder. Auch alte und neue „teutsche“ Liedlein dürfen nicht fehlen…
Die Spinne hat sich ihre Speise aus ganz Europa erbeutet.

„… und weil die Music lieblich ist …“

Deutsche Madrigale und Tanzmusik von Balthasar Fritsch
Vierstimmiges Gambenconsort und Sopran, erweiterbar mit Vokalensemble

Über den Komponisten Balthasar Fritsch ist nur wenig bekannt. Er wurde zwischen 1570 und 1580 in Leipzig geboren und verstarb nach 1608. Er spielte Geige und war eventuell ein Mitglied der Leipziger Stadtpfeifer. Dies sind die kargen Informationen, die im Grove Dictionary of Music and Musicians aufgeführt sind. Umso gehaltvoller sind aber die zwei Drucke mit seinen Kompositionen, die im Jahr 1608 in Leipzig und Frankfurt erschienen sind.

Der erste Druck trägt den Titel „Primitae Musicales“ und enthält 12 Pavanen, 21 Galliarden und eine Intrada. Die vierstimmigen Werke stehen ganz in der Tradition der Tanzmusik, mit klarer, leichtfüssiger Rythmik, Fritsch spielt mit Vogelstimmen und Echos. Der zweite Druck „Newe deutsche Gesänge nach Art der Welschen Madrigalien“ enthält 12 Vokalstücke für fünf Stimmen. Fritsch verbindet hier die damals moderne italienische Dialogtechnik mit der deutschen Sprache. Die Texte decken inhaltlich einen weiten Rahmen ab, sie erzählen von der Endlichkeit des Lebens, über den Liebesschmerz und philosophieren über die Lieblichkeit der Musik. Nachdem diese Drucke vier Jahrhunderte vergessen in deutschen und polnischen Bibliotheken lagerten, sollen die darin enthaltenen Werke nach vier Jahrhunderten erstmals wieder erklingen.

Die spannende Musik zweier Genres wird in einem Programm zusammengeführt: Für die Aufführung des Programms in einer kleineren Besetzung konnte das Instrumentalensemble Musicke&Mirth die versierte Sängerin Ulrike Hofbauer zur Zusammenarbeit gewinnen. Die Tanzsätze werden von einem vierstimmigen Gambenconsort gespielt, dabei werden Nachbauten deutscher Instrumente aus dem 16. Jahrundert verwendet. Für die Vokalstücke übernimmt Ulrike Hofbauer den Sopran, die weiteren vier Stimmen werden von den Gamben musiziert.

Bei der Aufführung des Programms in einer großen Besetzung übernimmt das Vokalensemble Trinity Baroque die musikalische Ausgestaltung der Madrigale. In beiden Versionen ensteht ein vielfarbiges, klangvolles Bild des deutschen Frühbarock.

A Pill to Purge Melancholy

Music for two Lyra Viols
Musik von Alfonso Ferrabosco, Thomas Ford und Tobias Hume
Zwei Lyra Viols

„… Und nun, um Ihre Sammlung zu vervollständigen, fügen Sie zu den anderen Instrumenten drei grosse lyra viols hinzu – die wundervollsten Instrumente von unseren besten Meistern geschaffen – für diese Art von Musik, für Consort-Musik, aber auch vor allem für 2 oder 3 lyra viols. Es sollen kräftige, schön klingende Gamben sein. So ausgerüstet, können Sie selbst den grössten Prinzen der Welt ausgezeichnet unterhalten…“ (Thomas Mace, „Musick’s Monument“, London 1676)

Was ist eine „lyra viol“? Der Begriff beschreibt sowohl einen akkordischen Stil des Gambenspiels als auch einen bestimmten Bautypus der Gambe, der in England Anfang des 17. Jahrhunderts entwickelt wurde. Die Musik für das Instrument ist vielfältig und farbenfroh: Tief melancholische Pavanen wechseln sich ab mit leichtfüßigen Tänzen. Die Komponisten suchen ihre Inspiration häufig in der Volksmusik wie in der sie umgebenden Natur. Es erklingen die Glocken der Christ Church, das Schnattern der Gänse und alte Weisen wie „Roben is to the green-wood gon“, daneben kommen komplexe polyphone Instrumentalsätze zu Gehör, bei denen man meint, ein ganzes Consort spielen zu hören...

Shakespearience

Songs and sweet aires that give delight and hurt not
Shakespeares Sonette mit Musik seiner Zeit und einer modernen Vertonung eines der Gedichte
Evelyn Tubb (Sopran), zwei Gamben

Shakespearience ist eine Stunde erlebter Shakespeare: Sie lauschen einigen seiner bezaubernden Sonette, umrahmt und begleitet von melancholischen Liedern John Dowlands und heiter-virtuoser Gambenmusik von William Young, Christopher Simpson und Matthew Locke. In spannendem Kontrast dazu erklingt die zeitgenössische Vertonung eines dieser Gedichte von Jeremy Dale Roberts.

Das Gambenduo Musicke&Mirth mit Jane Achtman und Irene Klein begleitet die für ihre einmalige Bühnenpräsenz bekannte und geliebte englische Sängerin Evelyn Tubb.

Division-Musick

Die Kunst der Diminution
Musik von William Lawes, Christopher Simpson und John Jenkins
Violine, zwei Gamben, Continuo

Das Wort „Division“ stammt aus dem Englischen und ist gleichbedeutend mit Diminution. Die Kunst der Division war ursprünglich eine improvisierte Diminutionspraxis, die in England vor allem auf der Gambe gepflegt wurde. Der erste, der für die sogenannte „Division-Viol“ komponierte, war William Lawes. Im Laufe des 17. Jahrhunderts verbreitete sich diese Diminutionspraxis rasant. Die virtuosesten Musiker der Zeit improvisierten aus dem Stegreif gewagte Divisons. Für den nicht so Talentierten schrieb Christopher Simpson 1659 sein Buch „The Division-Viol“, in dem genau erläutert wird, wie man das Improvisieren erlernen kann. Für den künstlerisch Anspruchsvollen schrieben renommierte Komponisten kunstvolle, hoch virtuose Divisions.
Simpson erwähnt John Jenkins als grossen Meister dieses Stils: „…sollten Sie geschriebene Exemplare von Divisons wünschen…, keiner hat mehr in dieser Art getan, als der weithin bekannte und hervorragende Komponist aller Musikstile, Herr John Jenkins.“

In diese altenglische Welt der Virtuosität, der improvisierten und komponierten Kunst möchten wir Sie entführen, Ihre Ohren mit manch einer Division bezaubern und Ihnen die exzellentesten Komponisten vorstellen.

Ein musikalischer Spaß

Eine musikalische Reise von England nach Deutschland
Zwei Gamben

oder: Die unvollendete Suche nach der Seele der Gambe

Herrn Wolfgang Amadeus Mozart haben wir den Titel stibitzt. Er schrieb ein Stück für Viola da Gamba, das heute verschollen ist. Wie es wohl geklungen haben mag?
Wir nehmen Sie mit auf eine musikalische Reise durch die Zeiten, an deren Ende dies Stück erklingen könnte.

Mit John Dowlands melancholischer, farbenreicher Musik beginnt unsere Suche im El Dorado der frühen Gambenmusik: England im 16.Jahrhundert. Wir verweilen im 17.Jahrhundert bei den hochvirtuosen Kompositionen von Christopher Simpson und William Young, und Gottfried Finger führt uns weiter nach Deutschland. Eins entwickelt sich aus dem anderen, und der galante, spritzig-witzige Stil der „Berliner Schule“ des 18.Jahrhunderts tut sich auf. Mit einer anonymen Entdeckung und dem bekannten „Duetto“ von Christoph Schaffrath nähern wir uns dem möglichen Ziel unserer Reise – und müssen doch kurz davor abbrechen.
Mozarts Gambenklänge bleiben der Imagination unserer Ohren überlassen und unsere Frage bleibt offen...

Les Voix Humaines

Die Blütezeit der Gambe in Frankreich
Musik von Sainte-Colombe, Marin Marais und Boismortier
Zwei Gamben, wahlweise mit Cembalo

Den Anspruch, alle Leidenschaften, Gefühle, Affekte des irdischen Daseins des Menschen ausdrücken zu können, teilten und teilen Instrumentalisten und Sänger gleichermassen. Dabei war die menschliche Stimme allzeit das Ideal der Musik, des musikalischen Ausdrucks. Gerade die Gambe wurde als „singendes Instrument“ dem Gesang oftmals gleichgestellt. So betitelte der grosse Gambist Marin Marais eines seiner expressivsten Gambenstücke mit „Les Voix Humaines“ - die menschlichen Stimmen.

Le Sieur de Sainte Colombe (gestorben vor 1701) wird auch Vater der französischen Gambenmusik genannt. Man weiss über seine Lebensumstände nur allzuwenig, aber die späteren Gambisten rühmen ihn ins Unermessliche. Er soll die Gambentechnik der linken Hand grundsätzlich umgestellt haben, die metallumsponnenen Saiten erfunden und der Gambe ihr typisch französisches Requisit, die siebte Saite, hinzugefügt haben. Im Laufe der nächsten Jahrzehnte entwickelt sich ein eigener französischer Gambenstil mit idiomatischen Verzierungen. Der zeitgenössische Theoretiker Le Blanc hob besonders den obgleich luftigen so doch sehr resonanten Klang der Franzosen hervor. Mitte des 18. Jahrhunderts war die französische, hoch virtuose Art des Bassgambenspiels führend für ganz Europa. Virtuosen aus anderen Ländern schickte man nach Paris, um mit dem „Engel“ Marin Marais und dem „Teufel“ Antoine Forqueray zu studieren. In den französischen Salons der adeligen Bevölkerung wurde Gambe gespielt, bei Hofe wurden Gambisten angestellt. Ja, selbst Könige – sowohl Louis XIV. als auch Louis XV. – lernten, die Gambe zu spielen: Sie war das Mode-Instrument des gesamten Adels.

In diesem Umfeld entstand Musik für das Instrument in allen möglichen Besetzungen. Die Gambenvirtuosen, deren Schüler und auch Virtuosen anderer Instrumente brachten reife Blüten der grossen französischen Gambenmusik zu Papier und Anfang des 18. Jahrhunderts fluteten unzählige Drucke für oder mit Gambe auf den Markt. Dieses Programm bringt eine gefächerte Auswahl dieser Werke auf die Bühne, von den frühen, skurrilen Kompositionen Sainte-Colombes bis zu den klassischen Klängen eines späten anonymen Gambenmeisters. Tauchen Sie mit uns ein in die sinnliche, singende Welt der Viole de Gambe.

Sanssouci

Le gout français – der französische Geschmack in Deutschland
Zwei Gamben, wahlweise mit Cembalo

Die Gambe erlebte von 1675 bis 1760 in Frankreich eine Blütezeit sondergleichen, die über die Landesgrenzen hinausstrahlte. Während dieser knapp hundert Jahre wurde das Instrument baulich verändert, man feilte an der Spieltechnik und entwickelte eine idiomatische französische Gambenmusik.
Der Vater der siebensaitigen Gambe war der Sieur de Sainte Colombe (gestorben vor 1701). Man weiss über seine Lebensumstände nur wenig, aber die späteren Gambisten rühmen ihn ins Unermessliche. Er soll die Gambentechnik der linken Hand grundsätzlich umgestellt haben, die metallumsponnenen Saiten erfunden und der Gambe ihr typisch französisches Requisit, die siebte Saite, hinzugefügt haben. Hinterlassen hat er uns 67 Concerts für zwei gleiche Gamben, die mit ungewöhnlichen harmonischen Wendungen das Ohr in Erstaunen versetzen. Denn die französische Gambenmusik entwickelte im Laufe der Zeit eine ihr eigene Sprache, die mit Akkorden und verschiedenen genau vorgeschriebenen Verzierungen aufwartet.

Der Ruhm der französischen Gambe gelangt bis nach Deutschland, wo man wissbegierig die neuen Moden aufnimmt. Der hessische Landgraf Ernst Ludwig stellt 1692 den jungen Gambenvirtuosen Ernst Christian Hesse (1676–1762) in Darmstadt an und schickt ihn um die Jahrhundertwende auf seine Kosten zu Studienreisen nach Paris.

Auch der Berliner Hof ist Mitte des 18. Jahrhunderts stark französisch geprägt, Friedrich II. (der Grosse) ist ein grosser Freund aller französischen Dinge. Am Hof wird französisch gesprochen, und sein Sommerschloss Sanssouci (frz.: ohne Sorge) baut Friedrich nach französischen Vorbildern auf.
Friedrich der Grosse ist ein grosser Liebhaber der musischen Künste und spielt selber Flöte. Er versammelt um sich die Elite der deutschen Musik, es finden Musiker wie Carl Philipp Emanuel Bach, die Gebrüder Graun und auch der Gambenvirtuose Ludwig Christian Hesse (1716–1772, Sohn des Ernst Christian Hesse) bei ihm Anstellung.
Friedrich II. schwärmt für die Oper, veranlasst den Bau eines Opernhauses und importiert die besten italienischen Sänger. Die Oper war in Berlin en vogue. So erstaunt es nicht, dass Hesse sieben Bände von grossteils französischen Opernarrangements für ein oder zwei Gamben hinterlässt. Diese waren wahrscheinlich für seinen Schüler Prinz Friedrich Wilhelm II. gedacht, der die Gambe nach Kräften förderte. Die Manuskripte in Hesses Handschrift liegen bis heute in den Berliner Bibliotheken.

Wir verfolgen in diesem Programm den Weg der siebensaitigen Gambe von ihrer Geburt in Frankreich bis zu ihrem Aussterben Ende des 18. Jahrhunderts in Deutschland. Dabei wohnen wir ihrer Geburt in Sainte-Colombes Händen in Frankreich bei, bestaunen den Reichtum der Verzierungsfreude während ihrer Blütezeit um 1700 und bewundern die Fingerfertigkeit des letzten Gambenvirtuosen Ludwig Christian Hesse in Berlin.

Telemann’s Teatime

Musik von Georg Philipp Telemann, Johann Melchior Molter und Johann Jacob Brand
Traversflöte, zwei Gamben, Cembalo

Mehr als 3.600 Werke von Georg Philipp Telemann können heute nachgewiesen werden. Seine Instrumentalkompositionen sind dabei das Vielfältigste in Form, Besetzung und Stilistik, was in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Europa überhaupt anzutreffen war. Mehr als zwanzig verschiedene Instrumente wurden von ihm in verschiedenen Konstellationen verwendet, wobei ihm immer eine dem Instrument angemessene und typische Schreibweise wichtig war.
So finden wir bei ihm auch unsere – eine sonst sehr seltene – Besetzung: Eine Traversflöte, zwei Gamben und ein Cembalo. Drei Charaktere, verteilt auf vier Persönlichkeiten, halten galante Konversation – getreu ihrem Meister, der stets Unterricht mit Unterhaltung, Vielfalt mit Solidität zu verbinden suchte. Die Ausführenden und ihre Zuhörer standen für Telemann im Mittelpunkt, eine „Kunst für die Kunst“ war ihm fremd.

Weitere ausgesuchte Kompositionen für diese farbenfrohe Besetzung von Johann Melchior Molter und Johann Jacob Brand vervollkommnen die galante Musizierstunde.

Feuer und Bravour

Galante Musik am Berliner Hof
Musik von Schaffrath, Graun und Opernarrangements von Ludwig Christian Hesse
Zwei Gamben, wahlweise mit Tasteninstrument und/oder Cello

Der geheime Mittelpunkt dieses Programms ist der Gambist Ludwig Christian Hesse.
Ludwig Christian Hesse (1716-1772) stammte aus einer musikalischen Familie. Sein Vater Ernst Christian Hesse war schon Anfang des 18. Jahrhunderts ein international anerkannter Virtuose auf der Gambe.
Von seinen sechzehn Kindern ließ der Vater nur Ludwig Christian Gambenunterricht zuteil werden. Diese Wahl war wohl gerechtfertigt: Auch der Sohn erlangte im Laufe seiner Karriere grossen Ruhm, und er übertraf am Ende, wie Hiller in seinen „Wöchentlichen Nachrichten“ 1766 schreibt, gar seinen Vater an „Feuer, Nettigkeiten und Bravour“. Er nennt ihn den „…zu unseren Zeiten unstreitig größten Viola da Gambisten in Europa“.
Ludwig Christian Hesse fand Anstellung am Preußischen Hof. Er war ein Freund Prinz August Wilhelms und der Gambenlehrer seines Sohnes, dem späteren König Friedrich Wilhelm II. In diesem Umfeld enstanden viele große solistische Werke für die Viola da Gamba – Carl Philipp Emanuel Bach komponierte seine herausragenden Gambensonaten, Johann Gottlieb Graun schrieb Concerti, die an Virtuosität ihresgleichen suchen.
Von Hesse selbst ist wenig erhalten, er scheint sich eher mit Spielen begnügt zu haben. Eine Kuriosität von ihm ist uns allerdings überliefert: Etliche der damals modernen französischen Opern von Rameau, Royer und anderen hat er für zwei Gamben arrangiert, und nicht selten lässt er dabei mit viel Witz und technischem Können ein ganzes Orchester auferstehen.

Lassen Sie sich von einem Programm überraschen, das Ludwig Christian Hesse selbst gespielt haben könnte.